Ja, senden Sie nach jedem mündlichen oder telefonischen Auftrag eine schriftliche Auftragsbestätigung. Das ist keine Pflicht nach deutschem Recht, aber der sicherste Weg, Leistung, Preis und Termin verbindlich zu dokumentieren. Ein kurzes Beispiel, das Sie sofort kopieren können:
Auftragsbestätigung Nr. 2026-047 Wir bestätigen Ihren Auftrag vom 15. Juni 2026 (Angebot Nr. A-2026-031): Erneuerung der Elektroinstallation im Erdgeschoss, Pauschalpreis 2.380,00 € netto zzgl. 19 % USt. (2.832,20 € brutto), Ausführung 22.–24. Juni 2026, Leistungsort: Musterstraße 12, 47800 Krefeld. Bitte bestätigen Sie den Erhalt dieser Nachricht.
- Bezug auf Angebotsnummer und Auftragsdatum immer angeben
- Preis netto und brutto nennen, Steuersatz ausweisen
- Ausführungsdatum und Leistungsort konkret benennen
- Empfangsbestätigung vom Kunden einfordern
- Digitale Ablage GoBD-konform sicherstellen
Wer diesen Schritt konsequent umsetzt, spart sich später Streit über Umfang, Preis und Termine. AppLaboratory zeigt weiter unten, wie das digital und ohne Mehraufwand funktioniert.
Wichtige Erkenntnisse
Eine rechtssichere Auftragsbestätigung im Handwerk enthält Angebotsbezug, vollständige Preisangaben mit Steuersatz, konkrete Termine und bei Privatkunden eine Widerrufsbelehrung.
| Thema | Details |
|---|---|
| Zeitpunkt des Versands | Binnen 24–48 Stunden nach Auftragseingang, spätestens vor Materialbeschaffung oder Teameinsatz |
| Pflichtangaben | Parteien, Belegnummer, Leistungsbeschreibung, Netto-/Bruttobetrag, Steuersatz, Ausführungstermin |
| Abweichungen vom Angebot | Gelten als neues Angebot (§ 150 Abs. 2 BGB); im B2B kann Schweigen Zustimmung bedeuten |
| Widerrufsbelehrung (B2C) | Bei Verträgen außerhalb der Geschäftsräume Pflicht; fehlt sie, verlängert sich die Frist erheblich |
| Digitale Archivierung | GoBD-konform, unveränderbar, zehn Jahre aufzubewahren; Belegnummern und Zeitstempel verwenden |
| AppLaboratory ServiceLab | Generiert AB direkt aus dem Angebot, versendet PDF per E-Mail und archiviert GoBD-konform |
Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine Auftragsbestätigung und welche rechtliche Wirkung hat sie im Handwerk?
- Wann sollten Handwerker eine Auftragsbestätigung versenden?
- Pflichtangaben und vollständige Inhaltscheckliste für eine rechtssichere Auftragsbestätigung
- Kopierfertige Formulierungen und Textbeispiele für typische Handwerksaufträge
- Abweichungen zwischen Angebot und Auftragsbestätigung: Was gilt rechtlich?
- Versandformat, Nachweisführung und digitale Archivierung
- Vollständige Vorlage zum Kopieren und Anpassen
- Schnell-Checkliste: Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden
- Wie digitale Tools den Prozess vereinfachen
- Warum konsequente Auftragsbestätigungen langfristig Zeit und Geld sparen
- ServiceLab macht die Auftragsbestätigung zum Standardschritt
- Häufige Fragen zur Auftragsbestätigung im Handwerk
- Quellen
Was ist eine Auftragsbestätigung und welche rechtliche Wirkung hat sie im Handwerk?
Eine Auftragsbestätigung ist eine schriftliche Erklärung, mit der Sie als Handwerksbetrieb die Annahme eines Auftrags dokumentieren. Rechtlich gesehen ist sie eine Willenserklärung im Sinne der §§ 145 ff. BGB: Sie erklärt, dass Sie das Angebot des Kunden oder Ihre eigene Offerte annehmen und den Auftrag zu den genannten Bedingungen ausführen werden. Einen Vertrag begründet sie dann, wenn beide Seiten übereinstimmende Willenserklärungen abgegeben haben.
Gesetzlich vorgeschrieben ist die Auftragsbestätigung nicht. Ein Werkvertrag kann nach deutschem Recht auch mündlich zustande kommen. Der Unterschied liegt im Beweisfall: Wer nichts Schriftliches hat, steht vor Gericht schlechter da.
B2B vs. B2C: ein wichtiger Unterschied
- Gewerbliche Kunden (B2B): Hier greift unter Umständen das kaufmännische Bestätigungsschreiben. Weicht Ihre Auftragsbestätigung vom ursprünglichen Auftrag ab und widerspricht der Empfänger nicht unverzüglich, kann das Schweigen als Zustimmung gewertet werden. Das ist kein Randfall, sondern gelebte Rechtspraxis im B2B.
- Privatkunden (B2C): Schweigen ist hier keine Zustimmung. Außerdem gelten Verbraucherschutzregeln: Bei Verträgen außerhalb der Geschäftsräume, also beim Kunden zu Hause, besteht in der Regel ein Widerrufsrecht von zwei Wochen.
Warum trotzdem Textform? Weil E-Mail oder PDF im Streitfall beweisbar sind. Ein Telefonat nicht.
Profi-Tipp: Enthält Ihre Auftragsbestätigung auch nur eine kleine Abweichung vom Angebot, gilt sie rechtlich als neues Angebot (§ 150 Abs. 2 BGB). Der Vertrag kommt erst zustande, wenn der Kunde zustimmt. Formulieren Sie deshalb Abweichungen immer explizit und bitten Sie um schriftliche Rückmeldung.
Wann sollten Handwerker eine Auftragsbestätigung versenden?
Die Antwort ist einfach: so schnell wie möglich nach Auftragseingang, spätestens binnen 24 bis 48 Stunden. Wer länger wartet, riskiert, dass der Kunde Details anders erinnert als besprochen.
Wann ist der Versand besonders wichtig?
- Nach telefonisch oder mündlich erteilten Aufträgen
- Bei Neukunden, die Sie noch nicht kennen
- Bei Aufträgen über 500 € oder mit mehreren Gewerken
- Wenn Materialien vorab bestellt werden müssen
- Bei Projekten mit mehreren Ausführungsphasen oder Teillieferungen
Eine Ausnahme gibt es: Wenn der Kunde bereits ein schriftliches Angebot unterschrieben zurückgeschickt hat und darin alle Konditionen vollständig stehen, reicht das als Vertragsgrundlage. Eine zusätzliche Auftragsbestätigung ist dann optional, aber schadet nie.
Der betriebliche Nutzen geht über den Rechtsschutz hinaus. Eine schriftliche Bestätigung ist die Grundlage für Abschlagszahlungen, für die Materialbestellung und für die Teamplanung. Wer dem Polier am Montag sagen kann „Auftrag bestätigt, Termin steht“, spart sich Rückfragen. Und wer dem Kunden eine sauber formatierte Bestätigung schickt, wirkt professioneller als der Wettbewerber, der nur kurz „Passt, machen wir“ per WhatsApp schreibt.

Pflichtangaben und vollständige Inhaltscheckliste für eine rechtssichere Auftragsbestätigung
Laut Haufe-Akademie erhöhen vollständige Pflichtangaben die Rechtssicherheit der Auftragsbestätigung erheblich. Die folgende Checkliste deckt alle relevanten Felder ab:

| Bereich | Angabe | Pflicht / Empfehlung |
|---|---|---|
| Kopfdaten | Firmenname, Adresse, Kontakt des Betriebs | Pflicht |
| Kopfdaten | Name und Adresse des Auftraggebers | Pflicht |
| Kopfdaten | Datum der Auftragsbestätigung | Pflicht |
| Kopfdaten | Auftrags- oder Belegnummer | Pflicht |
| Kopfdaten | Bezug auf Angebotsnummer/-datum | Empfehlung |
| Leistung | Genaue Tätigkeitsbeschreibung | Pflicht |
| Leistung | Leistungsort (Adresse der Baustelle) | Pflicht |
| Leistung | Ausschlüsse / nicht enthaltene Leistungen | Empfehlung |
| Preise | Einzelpositionen oder Pauschalbetrag | Pflicht |
| Preise | Nettobetrag, USt-Satz, Bruttobetrag (§ 14 UStG) | Pflicht |
| Preise | Abschlagszahlungen und Fälligkeiten | Empfehlung |
| Preise | Zahlungsziel | Empfehlung |
| Termine | Ausführungszeitraum (von/bis) | Pflicht |
| Termine | Mitwirkungspflichten des Auftraggebers | Empfehlung |
| Sonstiges | AGB-Hinweis | Empfehlung |
| Sonstiges | Gewährleistungs- und Abnahmehinweis | Empfehlung |
| Sonstiges | Bankverbindung und USt-ID (B2B) | Empfehlung |
| Sonstiges | Widerrufsbelehrung bei Privatkunden | Pflicht (B2C) |
Zum Thema Umsatzsteuer gilt: § 14 UStG regelt die Pflichtangaben auf Rechnungen, nicht auf Auftragsbestätigungen. Trotzdem empfiehlt es sich, Netto- und Bruttobetrag sowie den Steuersatz bereits in der Auftragsbestätigung auszuweisen. Das verhindert spätere Diskussionen und erleichtert die Rechnungsstellung.
Mitwirkungspflichten sind ein oft vergessener Punkt. Wenn der Kunde vor Arbeitsbeginn Strom bereitstellen, Räume räumen oder Zugang gewähren muss, gehört das in die Auftragsbestätigung. Fehlt dieser Hinweis und verzögert sich die Ausführung, ist die Schuldfrage schwerer zu klären.
Kopierfertige Formulierungen und Textbeispiele für typische Handwerksaufträge
Die folgenden Bausteine können Sie direkt übernehmen und anpassen. Übernehmen Sie immer Angebotsnummer und Datum aus Ihrem Angebot.
Kurzbestätigung für kleine Reparaturaufträge
Wir bestätigen Ihren Auftrag vom [Datum] (Angebot Nr. [X]): [Leistungsbeschreibung, z. B. Austausch Warmwasserhahn Bad EG], Pauschalpreis [Betrag] € netto zzgl. 19 % USt., Ausführung am [Datum], Leistungsort: [Adresse]. Die Auftragsbestätigung ersetzt nicht die Rechnung, die nach Leistungserbringung folgt.
Pauschalpreis-Projekt mit Abnahmehinweis
Wir bestätigen den Auftrag zur [Leistung, z. B. Neuverlegung Laminatboden, ca. 85 m²] gemäß Angebot Nr. [X] vom [Datum]. Pauschalpreis: [Betrag] € netto zzgl. 19 % USt. ([Betrag] € brutto). Ausführungszeitraum: [Datum] bis [Datum]. Die Abnahme erfolgt gemeinsam nach Fertigstellung. Etwaige Mängel sind innerhalb von 5 Werktagen nach Abnahme schriftlich zu melden.
Abrechnung nach Aufwand (Stundensatz + Material)
Wir bestätigen Ihren Auftrag vom [Datum] (Angebot Nr. [X]): [Leistungsbeschreibung]. Abrechnung nach Aufwand: [Stundensatz] €/Std. netto, Material nach Nachweis. Sollte der Aufwand den geschätzten Rahmen von [Stunden] Stunden überschreiten, informieren wir Sie vorab. Ausführung voraussichtlich ab [Datum].
Teillieferung oder Terminverschiebung
Wir bestätigen den Beginn der Ausführung für [Leistung] am [Datum]. Aufgrund [Grund, z. B. Materiallieferung] erfolgt die zweite Ausführungsphase voraussichtlich ab [Datum]. Bitte geben Sie uns bis [Datum] Rückmeldung, ob dieser Zeitplan für Sie passt.
Profi-Tipp: Generieren Sie die Auftragsbestätigung direkt aus dem Angebot. So übernehmen Sie Positionen, Preise und Kundendaten fehlerfrei und halten die Belegkette sauber. Eine AB ist kein Zahlungsbeleg und ersetzt nicht die Rechnung, die nach Leistungserbringung folgt.
Abweichungen zwischen Angebot und Auftragsbestätigung: Was gilt rechtlich?
Wenn Ihre Auftragsbestätigung vom ursprünglichen Angebot abweicht, gilt sie nach § 150 Abs. 2 BGB als neues Angebot. Der Vertrag kommt erst zustande, wenn der Auftraggeber zustimmt. Das klingt nach Theorie, ist aber im Handwerksalltag relevant: geänderter Ausführungstermin, zusätzliche Position, anderer Materialtyp.
Im B2B-Bereich wird es heikler. Das kaufmännische Bestätigungsschreiben ist ein Rechtsinstitut, das besagt: Widerspricht ein Kaufmann einer Auftragsbestätigung nicht unverzüglich, kann sein Schweigen als Zustimmung gewertet werden. Das gilt auch dann, wenn die Bestätigung vom Besprochenen abweicht. Wer also eine AB mit geänderten Konditionen erhält und nicht reagiert, riskiert, an diese Konditionen gebunden zu sein.
Was tun, wenn Sie eine abweichende Bestätigung erhalten?
- Sofort schriftlich widersprechen, per E-Mail mit Lesebestätigung
- Die ursprünglich vereinbarten Konditionen benennen
- Eine Frist für die Klärung setzen
Formulierungsvorschlag für einen Widerspruch:
Wir widersprechen Ihrer Auftragsbestätigung Nr. [X] vom [Datum] in folgenden Punkten: [konkrete Abweichung]. Bitte bestätigen Sie bis [Datum] schriftlich, dass die ursprünglich vereinbarten Konditionen gelten. Andernfalls können wir den Auftrag nicht zu den genannten Bedingungen ausführen.
Profi-Tipp: Dokumentieren Sie jeden Widerspruch per E-Mail, nicht per Telefon. Nur was schriftlich vorliegt, lässt sich im Streitfall belegen. Speichern Sie die E-Mail mit Zeitstempel in Ihrer Belegablage.
Versandformat, Nachweisführung und digitale Archivierung
Die empfohlene Methode ist E-Mail mit PDF-Anhang. Das Format ist weit verbreitet, rechtlich anerkannt und lässt sich einfach archivieren. Eindeutige Dateinamen helfen dabei: AB-2026-047_Mustermann_Elektro.pdf ist besser als Dokument1.pdf.
Praktische Hinweise zum Versand:
- Betreffzeile der E-Mail: „Auftragsbestätigung Nr. 2026-047, [Leistungskurzbezeichnung]“
- Lesebestätigung anfordern oder kurz um Rückmeldung bitten
- Bei wichtigen Aufträgen: telefonisch nachfassen und Anruf dokumentieren
- Brief ist sinnvoll, wenn der Kunde keine E-Mail-Adresse hat oder ein förmlicheres Auftreten erwartet
Zur Archivierung: Digitale Belege müssen GoBD-konform aufbewahrt werden. Das bedeutet: unveränderbar, vollständig, geordnet und für zehn Jahre zugänglich. Eine strukturierte Ordnerablage mit Belegnummern reicht für kleine Betriebe oft aus, solange die Dateien nicht nachträglich verändert werden können. Wer ein ERP-System nutzt, sollte prüfen, ob der Export GoBD-konform ist und ob Belege mit Zeitstempel gespeichert werden.
Profi-Tipp: Legen Sie für jedes Projekt einen digitalen Ordner an, der Angebot, Auftragsbestätigung, Lieferscheine und Rechnung enthält. So haben Sie die gesamte Belegkette auf einen Blick, wenn der Steuerberater oder das Finanzamt fragt. Tools wie ServiceLab von AppLaboratory speichern diese Dokumente automatisch verknüpft.

Vollständige Vorlage zum Kopieren und Anpassen
Hier finden Sie eine vollständige Muster-Auftragsbestätigung für Handwerksbetriebe. Ersetzen Sie alle Felder in eckigen Klammern durch Ihre Daten.
[Firmenname] [Straße, PLZ, Ort] | Tel.: [Nummer] | E-Mail: [Adresse] | USt-ID: [Nummer]
Auftragsbestätigung
Auftrags-Nr.: [2026-XXX] Datum: [TT. Monat JJJJ] Bezug: Angebot Nr. [A-2026-XXX] vom [Datum]
Auftraggeber: [Name / Firma] [Straße, PLZ, Ort]
Leistungsbeschreibung: [Genaue Beschreibung der Arbeiten, z. B. „Erneuerung der Elektroinstallation im Erdgeschoss inkl. Unterverteilung, ohne Außenbeleuchtung“]
Leistungsort: [Adresse der Baustelle] Ausführungszeitraum: [Datum] bis [Datum]
Mitwirkungspflichten des Auftraggebers: [z. B. „Freier Zugang zum Keller ab 07:00 Uhr; Strom muss am Ausführungstag verfügbar sein.“]
Preisübersicht:
Abschlagszahlung: [Betrag] € brutto fällig bis [Datum] Restzahlung: nach Abnahme, Zahlungsziel [14] Tage netto
Zahlungsverbindung: [Bank, IBAN, BIC]
Hinweise: Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Gewährleistung gemäß BGB/VOB. Abnahme erfolgt gemeinsam nach Fertigstellung.
Für Verbraucher: Sie haben das Recht, diesen Vertrag binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu widerrufen (gilt bei Vertragsschluss außerhalb der Geschäftsräume). Widerrufsbelehrung liegt bei.
Mit freundlichen Grüßen, [Name, Funktion] [Firmenname]
Anpassungstipps:
- Für reine B2B-Aufträge: Widerrufsbelehrung weglassen, USt-ID des Kunden ergänzen
- Für Pauschalaufträge: Einzelpositionen zusammenfassen
- Für Stundenabrechnung: Stundensatz und Schätzrahmen eintragen, Vorbehalt für Mehrverbrauch ergänzen
- Dateiformat: Als PDF speichern und versenden, Word-Datei intern als Vorlage behalten
Schnell-Checkliste: Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden
Fünf Punkte, die Sie vor dem Versand prüfen sollten:
- Angebotsbezug fehlt: Tragen Sie immer Angebotsnummer und Angebotsdatum ein. Ohne diesen Bezug ist unklar, auf welche Konditionen sich die Bestätigung stützt.
- Preis unvollständig: Nettobetrag, Steuersatz und Bruttobetrag müssen alle drei stehen. Nur „2.380 €“ reicht nicht, wenn unklar ist, ob Steuer enthalten ist.
- Termin zu vage: „Mitte Juli“ ist kein Termin. Schreiben Sie „14. bis 16. Juli 2026“. Nur konkrete Daten sind im Streitfall verwertbar.
- Empfangsbestätigung fehlt: Bitten Sie immer um kurze Rückmeldung. Eine Antwort-E-Mail des Kunden ist Ihr Nachweis, dass die Bestätigung angekommen ist.
- Widerrufsbelehrung vergessen (Privatkunden): Bei Verträgen außerhalb der Geschäftsräume verlängert sich die Widerrufsfrist auf bis zu zwölf Monate und eine Frist von zwei Wochen, wenn die Belehrung fehlt. Das ist ein häufiger Fehlerpunkt im Handwerk.
Wenn Sie unsicher sind, ob alle Punkte stimmen: kurz anrufen, die Konditionen mündlich bestätigen lassen und diesen Anruf in einer kurzen E-Mail dokumentieren. Das dauert zwei Minuten und schützt Sie vor langen Diskussionen.
Wie digitale Tools den Prozess vereinfachen
Wer Auftragsbestätigungen noch per Hand tippt oder aus einer Word-Vorlage zusammenkopiert, verliert Zeit und macht Fehler. Der Unterschied zu einer digitalen Lösung zeigt sich vor allem in der Belegkette: Angebot, Auftragsbestätigung und Rechnung sollten dieselben Positionen, Preise und Kundendaten tragen. Jede manuelle Übertragung ist eine Fehlerquelle.
Was eine gute Softwarelösung für Handwerksbetriebe leisten sollte:
- Auftragsbestätigung direkt aus dem Angebot generieren, ohne Daten neu einzutippen
- Automatische Vergabe von Belegnummern und Datumsfeldern
- PDF-Export mit Firmenlogo und Unternehmensfarben
- E-Mail-Versand direkt aus der Anwendung heraus
- Vor-Ort-Unterschrift des Kunden auf dem Tablet erfassen
- GoBD-konforme Ablage und ZUGFeRD-Export für elektronische Rechnungen
- Offline-Funktion für Baustellen ohne stabiles Netz
Für die digitale Stundenerfassung gilt dasselbe Prinzip: Wer Stunden mobil erfasst, kann sie direkt in die Abrechnung übernehmen, ohne Zettelwirtschaft.
Profi-Tipp: Legen Sie in Ihrer Software eine Standardvorlage für die häufigsten Auftragstypen an, z. B. „Elektro-Reparatur“, „Sanitär-Neubau“, „Malerarbeiten“. Beim nächsten Kundentermin öffnen Sie die Vorlage auf dem iPad, passen drei Felder an und senden die Bestätigung noch auf der Baustelle. Der Kunde hat sie, bevor Sie im Auto sitzen.
Ein konkretes Beispiel aus dem Alltag: Ein Elektriker mit vier Mitarbeitern hat früher nach jedem Kundengespräch abends die Auftragsbestätigung am PC getippt. Mit einer mobilen ERP-App dauert derselbe Schritt jetzt drei Minuten direkt beim Kunden, inklusive Unterschrift und PDF-Versand.
Warum konsequente Auftragsbestätigungen langfristig Zeit und Geld sparen
Viele Betriebe sehen die Auftragsbestätigung als lästige Formalität. Das ist ein Denkfehler, der sich irgendwann im Streitfall rächt.
Was mich nach Jahren in der Arbeit mit Handwerksbetrieben immer wieder überrascht: Die meisten Konflikte zwischen Betrieb und Kunde entstehen nicht, weil jemand böswillig handelt, sondern weil zwei Seiten dasselbe Gespräch unterschiedlich erinnern. Der Kunde meint, der Preis war inklusive Entsorgung. Der Handwerker weiß, dass er das nie so gesagt hat. Ohne Schriftstück ist das ein Wort gegen das andere.
Eine konsequente Auftragsbestätigungspraxis im Handwerk löst dieses Problem, bevor es entsteht. Sie zwingt den Betrieb, jeden Auftrag einmal klar zu formulieren, und gibt dem Kunden die Möglichkeit, Missverständnisse sofort zu korrigieren. Das spart Nerven, Nacharbeitskosten und im schlimmsten Fall Anwaltsgebühren.
Der zweite unterschätzte Vorteil: Wer eine saubere Belegkette hat, kann schneller mahnen und schneller abrechnen. Wer die Nachkalkulation im Handwerk ernst nimmt, braucht die Auftragsbestätigung als Ausgangsdokument. Ohne sie fehlt der Vergleichswert zwischen geplanter und tatsächlicher Leistung.
Meine Empfehlung: Führen Sie eine Standardvorlage ein, die Ihr Team ohne Nachdenken ausfüllen kann. Digital, auf dem Tablet, direkt beim Kunden. Der Aufwand ist minimal. Der Schutz ist real.
ServiceLab macht die Auftragsbestätigung zum Standardschritt
Wer Auftragsbestätigungen noch manuell erstellt, verschenkt Zeit, die auf der Baustelle fehlt. ServiceLab von AppLaboratory schließt diese Lücke: Die App generiert die Auftragsbestätigung direkt aus dem Angebot, vergibt Belegnummern automatisch und versendet das fertige PDF per E-Mail, alles vom iPad aus, auch offline.
Die Belegkette von Angebot über Auftragsbestätigung bis zur ZUGFeRD-konformen E-Rechnung läuft ohne manuelle Übertragung. Kunden unterschreiben direkt auf dem Tablet, der Beleg landet sofort in der GoBD-konformen Ablage. Für Betriebe mit 1 bis 15 Mitarbeitern gibt es einen kostenlosen Einstieg, der Starter- und Pro-Tarif schalten PDF-Export, Rechnungsversand und erweiterte Funktionen frei. Testen Sie ServiceLab kostenlos auf Applaboratory und sehen Sie, wie schnell eine Auftragsbestätigung fertig sein kann.
Häufige Fragen zur Auftragsbestätigung im Handwerk
Ist eine Auftragsbestätigung im Handwerk gesetzlich vorgeschrieben? Nein. Ein Werkvertrag kann auch mündlich geschlossen werden. Die schriftliche Bestätigung ist aber aus Beweisgründen dringend empfohlen, besonders bei höheren Auftragswerten oder Neukunden.
Reicht eine E-Mail als Auftragsbestätigung? Ja, eine E-Mail mit PDF-Anhang ist rechtlich ausreichend und im Streitfall beweisbar. Wichtig ist, dass der Empfänger die E-Mail bestätigt oder zumindest antwortet.
Was passiert, wenn meine Auftragsbestätigung vom Angebot abweicht? Sie gilt dann als neues Angebot (§ 150 Abs. 2 BGB). Der Vertrag kommt erst zustande, wenn der Auftraggeber zustimmt. Im B2B kann Schweigen unter Umständen als Zustimmung gewertet werden.
Muss ich bei Privatkunden eine Widerrufsbelehrung beifügen? Bei Verträgen, die außerhalb der Geschäftsräume geschlossen werden, also beim Kunden zu Hause, ja. Fehlt die Belehrung, verlängert sich die Widerrufsfrist auf bis zu zwölf Monate und eine Frist von zwei Wochen.
Wie lange muss ich Auftragsbestätigungen aufbewahren? Zehn Jahre, GoBD-konform und unveränderbar. Das gilt für digitale wie für papierbasierte Belege.
Kann ich die Auftragsbestätigung direkt aus dem Angebot erstellen? Das ist die empfohlene Vorgehensweise. So vermeiden Sie Übertragungsfehler und halten die Belegkette konsistent. Digitale Tools wie ServiceLab übernehmen diesen Schritt automatisch.
Quellen
- Auftragsbestätigung: Bedeutung, rechtliche Wirkung und Vorlage für dein Unternehmen
- Auftragsbestätigung: Definition und Relevanz für Unternehmen
- Auftragsbestätigung: Relevanz und rechtliche Absicherung
- Auftragsbestätigung schreiben: Vorlage & Muster | Invoify

